MacGuffin

 



In vielen Filmen bleibt das, worum es geht, was die Handlung und Spannung auslöst, völlig unklar. Man denke an die berühmten Regierungsgeheimnisse – werden diese nicht erklärt, sind sie ein MacGuffin!

Um einen Film für Spannend zu befinden ist es nicht zwangsläufig nötig eine Erklärung oder Auflösung präsentiert zu bekommen. Oftmals ist das, aus Sicht der Filmemacher, nicht mal beabsichtigt.

Hier kommt der MacGuffin ins Spiel. Geprägt wurde dieser Begriff von, natürlich, Alfred Hitchcock. In seinem Film Der unsichtbare Dritte (USA, 1959) geht es um jene, oben erwähnten, Regierungsgeheimnisse. Sie spielen für die Handlung eine maßgebliche Rolle, da sie die Aktionen aller Personen beeinflussen und zudem, wie man so schön sagt, die Dinge ins Rollen bringen! Wir erfahren den Inhalt der Geheimnisse nicht und der Spannung tut dies keinen Abbruch – wir haben sowieso keinen Bezug zu diesen „Regierungsgeheimnissen“. Was der Zuschauer aber merkt, ist die Bedeutung dieser Depeschen für die Hauptpersonen, denn ihr Überleben ist daran gebunden.

 Ein MacGuffin kann jedoch auch ein Gegenstand oder eine Person sein.

 Berühmte Beispiele aus neuerer Zeit: Der Teppich in The Big Lebowski (USA/UK, 1998) oder der Koffer in Pulp Fiction (USA, 1994). In beiden Fällen wird die Handlung von diesen beiden Gegenständen ausgelöst und beeinflusst – man hat jedoch keine unmittelbare Ahnung warum! Vielleicht ist genau das für die Spannung und den Humor dieser Filme entscheidend.

 Last but not least: Der eine Ring in Der Herr der Ringe (USA/NZL, 2001-2003). Für den Aufriss, welchen alle um den Ring machen, erfahren wir ziemlich wenig von dessen gefürchteter Macht. Wäre ja nicht gerade uninteressant gewesen und keiner hat’s gemerkt – ein klassischer MacGuffin.

 

 

 

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